Photovoltaik versus Nukleare Energie

Polnische Spezialisten sind seit längerer Zeit über Mangel an den staatlichen Förderungen von Photovoltaik erstaunt. Photovoltaik ist doch eine der sichersten ökologischen Energiequellen. Zu ihrer größten Vorteilen gehören: unerschöpfliche Energiequelle (Sonne), keine Kosten von Infrastrukturunterhalt, keine Abfälle nach dem Prozess der Energieherstellung. Photovoltaik erlaubt bis zu einem gewissen Grad flexibel und auch unabhängig von den fossilen Brennstoffen zu werden, als Folge kann auch die Möglichkeit angesehen werden, auf den Einkauf von Genehmigungen für CO2 Emission verzichten zu können. Photovoltaik ist auch eine der attraktivsten Technologien unter den erneuerbaren Energiequellen vor allem wegen dem hohen Wirkungsgrad bei der Umwandlung der Sonnenenergie im Vergleich zu Biomasse oder Biogas, darüber hinaus verursacht sie keine negativen Folgen wie andere erneuerbare Energiequellen - keine Bedrohung die Wälder zu roden, kein Lärm oder Vibrationen wie bei den Windenergieanlagen.

Inzwischen steigt in Polen die Akzeptanz der Gesellschaft für den Bau des nuklearen Kraftwerkes. Das ist ein Ergebnis einer intensiven Aktion dafür der polnischen Regierung. Man sollte aber unterstreichen, dass in Europa die Unterstützung für Kraftwerke allmählich sinkt und immer häufiger ist es die Folge der negativen Beurteilung solcher Investitionen seitens der anerkannten Wissenschaftler im Bereich der Energiewirtschaft. Die nukleare Technologie kennzeichnet sich sicherlich durch gewisse Vorteile, unter anderem hohe Leistung und Erzeugung von sehr sauberer Energie. Dennoch sind mit den Investitionen in die Kraftwerke zahlreiche Zweifel (besonders langfristige) verbunden, darunter:

Die Regierung plant in Atomkraftwerke zu investieren auf Kosten der alternativen Energiequellen, z.B. der Windenergie oder der Photovoltaik. Um die energetische Sicherheit zu erreichen braucht Polen aber Flexibilität bei der Energieerzeugung .Die nukleare Technologie löst nicht in der Zukunft alle Probleme, die mit der Energieerzeugung verbunden sind. Ohne notwendige Investitionen im Bereich von Energietransfer, Anschluss von erneuerbaren Energien und Förderung der erneuerbaren Energien selbst erreicht man die Einschränkung der CO2 Emission bis 2020 nicht (laut der internationalen Vereinbarungen). Wenn man in Betracht zieht, dass erster Atomkraftwerk erst in 2020 in Gang gesetzt sein kann, bemerkt man leicht, dass dank der Investitionen in Photovoltaikenergie die gesetzten Ziele viel schneller erreichen würden und dabei auch alle mit Atomkraftwerken verbundenen Bedrohungen vermeiden würden. Die Einschränkung der CO2 Emission laut der Direktiven der EU kann praktisch ohne Investieren in Photovoltaik nicht realisiert werden.

Unter den verschiedenen Technologien kann man großes, immer steigendes Interesse an Photovoltaik beobachten, besonders wegen ihrer Leistungsfähigkeit. In den kommenden Jahren wird sie eine der Hauptquellen der erneuerbaren Energien sein. Der größte Vorteil dieser innovativen Technologie ist die Nutzung von einer kostenlosen, reichen und unerschöpflichen Energiequelle. Hohe Zuverlässigkeit ist nächster Vorzug der Photovoltaik, besonders in solchen Situationen wie Stromausfall wegen des Storms oder einer Naturkatastrophe. Photovoltaik spielt also eine Hauptrolle bei der Bildung eines weltweiten Energieverwaltungssystems.

Eine Untersuchung der Energiemarkttendenz in Deutschland bis zum Jahre 2020, vorbereitet bei Deutsche Agentur für Erneuerbare Energien bestätigt, dass im Jahre 2020 aus Photovoltaikanlagen 39,5 TWh der Energie kommen wird, das bedeutet 7% vom vorgesehenen Energieverbrauch. Dagegen aus Atomkraftwerken wird nur 9 TWh der Energie, das heißt nur 1% vom vorgesehenen Energieverbrauch erwartet. Gesamtanteil der erneuerbaren Energie wird nach der Untersuchung 47%, d.h. 278 TWh betragen. Das erlaubt die Emission der CO2 um 120 Millionen Tonnen jährlich zu verringern, vom 325 Mio. Tonnen in 2007 bis zum 205 Mio. Tonnen im Jahre 2020.

Die Entwicklung der Photovoltaik kann einen positiven Einfluss nicht nur auf die Umwelt, aber auch auf den Arbeitsmarkt haben. Beispiele aus Deutschland zeigen, dass bis zum Jahre 2009 ungefähr 48 Tausend der Arbeitsplätze der Photovoltaik zu verdanken sind. Man muss hier unterstreichen, dass Photovoltaikanlagen keine Verschmutzung verursachen. Deshalb sind sie als eine der umwelt- und menschenfreundlichsten Energiequellen angesehen.

Stromerstattungsperiode ist ein für die Entwicklung von Photovoltaik sehr wichtiges Kennzeichen, es ist der Zeitraum, wann soviel Energie erzeugt wird, wie viel für ihre Erzeugung gebraucht wurde. Diese Zeitperiode wird von 2 Jahren (für Standard-Dünnschichtmodule ohne Rahmen) bis 6 Jahren (für Standard-Kristallmodule mit Rahmen) bewertet. Neue Produktionsprozesse und Erhöhung der Produktion sollten zur Verkürzung von dieser Zeitperiode bis weniger als 1 Jahr für die Module und weniger als 2 Jahre für die kompletten Anlagen führen.

Quelle: EPIA, Instytut der Photovoltaik, Politechnika Warszawska